Malaria im Etosha

Im Zusammenhang mit dem Etosha-Nationalpark wird immer wieder auf das Risiko, sich dort mit Malaria-Erregern infizieren zu können, hingewiesen. Dieser Hinweis ist, ohne die Ansteckungsgefahr zu dramatisieren, durchaus ernst zu nehmen.

Die unter anderem auch “Sumpffieber” oder “Tropenfieber” genannte Infektionskrankheit Malaria kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben. In schweren Fällen führen Malaria-Infektionen sogar zu Koma-Zuständen oder zum Tod. Malaria wird durch die Anopheles-Mücke übertragen.
Die Etosha-Region liegt eigentlich wie fast ganz Namibia schon außerhalb des Verbreitungsgebiets der Malaria-Insekten. Fast nur in der Regenzeit kommt es zu Fällen von Malaria im Etosha. In der Winterzeit gilt Etosha als nahezu malariafrei, weil es dann an den für die Mücken-Verbreitung nötigen Feuchtgebieten mangelt. Trotzdem ist das Risiko einer Erkrankung an Malaria im Etosha gegeben.

Schutzmaßnahmen

Deshalb ist es wohl durchaus zu empfehlen, einige Schutzannahmen in Betracht zu ziehen. Eine Schutzimpfung gegen Malaria gibt es zwar nicht, aber Medikamente zur Vorbeugung und auch zur Akutbehandlung.

Zu den oft empfohlenen verschreibungspflichtigen Mitteln zählen die als Kombination wirkenden Stoffe Atovaquon und Proguanil. Die sowohl für Vorbeugung wie für Behandlung taugliche Kombination der beiden Wirkstoffe kommt zum Beispiel im Tabletten-Medikament Malarone zum Einsatz. Die Tabletten sollten zur Vorbeugung ein bis zwei Tage vor der Abreise nach Namibia eingenommen werden. Nach Verlassen der potenziellen Malaria-Region sollte noch eine Woche lang medikamentiert werden. Atovaquon/Proguanil kommt auch – dann in höherer Dosierung – zur Behandlung bei Infektionen zum Einsatz. Daneben bieten Apotheken eine Reihe weiterer Medikamente an. Bekannte sonstige Wirkstoffe sind unter anderem Mefloquin, Chinin und Chloroquin.

Wie bei Medikamenten generell ist vor Einnahme unbedingt Experten-Rat vor allem in Bezug auf etwaige Nebenwirkungen bei Ärzten oder Apothekern einzuholen.

Sinnvoll ist es, seinen Körper mit entsprechenden Vergrämungsmitteln (Insektenspray, -creme) vor Malaria-Mücken zu schützen. Weitverbreitet sind chemische Anti-Mücken-Mittel (“Repellents”) mit dem Wirkstoffen Icaridin oder DEET. Auch bei diesen Mitteln sind eventuelle Nebenwirkungen zu berücksichtigen. Neben Arzneien und Repellents bieten auch lange Tropenkleidung sowie Mückennetze in der Nacht zusätzlichen Schutz vor Anopheles-Mücken, um nicht an Malaria im Etosha zu erkranken.