Löwe, Giraffe & Co

Die Tierwelt im Etosha-Nationalpark ist wohl für die meisten Touristen der Hauptgrund für einen Besuch des Schutzgebiets. Tatsächlich gibt es selbst in Afrika nur noch wenige Orte, wo so viele unterschiedliche Großwildarten in ihrer natürlichen Umwelt beobachtet werden können. Dieser Umstand ist umso bemerkenswerter, wenn Sie bedenken, dass um 1880 die Elefantenpopulation in der Etosha-Region durch Bejagung fast vernichtet war und auch andere Wildarten nahezu ausgerottet waren. Dazu kamen durch Dürreperioden und vor allem durch die Kriegszustände in etlichen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts bedingte massive Einbrüche. Der Energie und dem zähen Durchhaltevermögen der verantwortlichen Behörden und Wildhüter ist es letztlich zu verdanken, dass sich heute Menschen aus der ganzen Welt an einer vielfältigen und intakten Tierwelt im Park erfreuen können. So haben regelmäßige Patrouillen der Ranger wesentlich dazu beigetragen, dass es kaum noch Wilderei gibt.

Der Nationalpark kann damit punkten, dass dort vier Arten der so genannten “Big Five” ihr Zuhause haben. Bis auf die Nr. 5, den in Namibia lediglich ganz im Osten (“Caprivi-Zipfel”) heimischen Büffel, gehören damit Elefanten, Löwen, Nashörner und Leoparden zu den majestätischen Königen in den Etosha-Landschaften. Afrikanische Elefanten wurden erst um 1965 wieder hier angesiedelt. Die heute ungefähr 2.500 Etosha-Elefanten gelten als die größten Tiere ihrer Art. Nur ausnahmsweise fallen sie einer Raubkatze zum Opfer. Nicht anlegen sollten sich die Raubtiere auch mit einem Nashorn. Die beiden Arten Breitmaulnashorn und Spitzmaulnashorn sind überaus verteidigungsstark. Die Etosha-Population des vom Aussterben besonders stark bedrohten Spitzmaulnashorns macht ungefähr ein Zehntel der gesamten Weltpopulation aus. Die etwa 300 Löwen sowie ihre kleineren Vettern Leoparden und Geparden halten sich eher an die weniger wehrhaften, zehntausenden Antilopen und sonstigen vierbeinigen Pflanzenfressern. Es gibt etliche unterschiedlicher Antilopen-Arten wie Impala, Oryx, Kuhantilope oder Springbock. Zu den über hundert Säugetierarten im Gebiet zählen ferner Hyänen sowie mittelgroße und kleine Wild- und Schleichkatzen wie der Serval, der Karakal oder die Zibetkatze. Zu den optisch attraktivsten Etosha-Tieren gehören die schätzungsweise 3.000 Giraffen sowie die ungefähr 5.000 Streifen- und Bergzebras. Aber auch eher unscheinbare Tierarten wie Springhase oder der mollige Klippschiefer verdienen Interesse. Aufpassen sollte man auch ein wenig auf die zahlreichen Reptilien- und Amphibienarten.

Etosha

Vogelwelt

Nicht nur Säugetiere, Reptilien und Amphibien erfüllen den Park mit prallem Leben. Es gibt auch mehr als dreihundert Vogelarten, deren Vertreter sich ständig oder als Zugvögel auf der Durchreise im Etosha-Gebiet wohlfühlen. Dadurch wird der Nationalpark zu einem Paradies für Vogelbeobachter.

Optimal für das Beobachten der befiederten Tiere ist der Namibia-Sommer in der Regenzeit zwischen November und April. Dann haben die Regengüsse an vielen Stellen kleine temporäre Feuchtgebiete geschaffen. Die Vegetation explodiert und das Nahrungsangebot ist überreichlich. Der Etosha-Park wird zum optimalen Standort für eine Reihe von Vogelarten, um hier Eier zu legen und ihre Brut aufzuziehen. Zu den auffälligsten Vögeln, die dann durch die flachen Wasserflächen in der Etosha-Pfanne oder bei Fisher´s Pan waten, gehören Störche, Haubentaucher und vor allem ganze Heerscharen von Rosaflamingos. Der Etosha National Park stellt für die Rosaflamingos einen von weltweit nur noch drei Dutzend Brutkolonien dar. Aber es gibt noch eine Vielzahl weiterer Raub- und Friedvögel im Etosha-Park zu beobachten. Den beindruckenden Gelbschnabeltoko zum Beispiel Gelb, dessen gewaltiger Schnabel ihm den Beinamen “Flying Banana” eingebracht hat. Mehrere Adler-Arten wie der Schwarzbrust-Adler, der Zwergadler oder der Schreiseeadler, die “Stimme Afrikas”, gehen hier auf Jagd. Was diese Greifvögel von ihrer Beute übriglassen, könnte unter Umständen auf dem Speiseplan der immer hungrigen Geier landen. Im Etosha heimische, durchweg in ihrem Bestand ernsthaft gefährdete Geier-Arten sind unter anderem der Wollkopfgeier, der Kappengeier und der mächtige, sehr stark gefährdete Ohrengeier mit seiner Flügelspannweite von bis zu fast drei Metern. Daneben suchen weitere Fleischfresser wie die graublaue Höhlenweihe oder der zierliche Steppenfalke Nahrung für sich und ihre Brut. In der Regenzeit fühlen sich auch Reiher wie der bis zu 150 cm große Goliathreiher oder der Schwarzhalsreiher im Park wohl. Ferner bilden Racken-Arten, Milane, Webervögel und der für Afrika typische Vertreter der Rabenvögel, der Schildrabe, ein buntes Gemisch einer nicht nur Ornithologen begeisternden Vogelwelt.

Flora

Obwohl der Etosha Nationalpark zu einem Viertel mit der Salzigen Etosha Pfanne bedeckt ist in der nur einige Salzresistente Gräser überleben ist der Park nicht arm an Pflanzen ganz im Gegenteil er Bieted eine Unerwarteted breitgefächerte Flora.

In der unwirklichen Gegend wachsen einige Akazien Arten darunter Der Kameldorn der seinen Namen nicht wie man sich zunächst denken mag von den Nutztieren bekommen hat sondern von der Zoologischen Bezeichnung eines anderen Paarhufers der Giraffe.Der Kameldorn ist einer der wichtigsten Schattenspender Namibias , der bis zu 60 Meter tief Wurzelde Baum ist aber auch Teil der traditionellen Medizin und hiflt zum Beispiel Ohreninfektionen zu behandeln. Neben Akazien erblicken hier auch Balsamsträucher Bergdatteln und Wilde Feigen das Licht der Welt.Ebenso fazinierend sind die Sternkastanie und der Stinkende Hirtenbaum die anstatt Insekten mit süßen Düften zu locken darauf setzen Fäkal Gerüche auszusenden. Doch der Etosha Nationalpark wartet mit einer ganz besondere botanischen Besonderheit auf dem Sprokieswoud eine Quadratkilometer Große Ebene auf der Moringabäume wachsen die sonst nur auf felsigem Grund wachsen.

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